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Kukicha

Kukicha InfusionDieser Kukicha präsentiert sich fast als Stellvertreter des japanischen Grüntees. Die Farbe des ersten Aufguss’ hat das typische, leuchtende Grün, das hier überdurchschnittlich hell ist und den schwebenden Dust, der sich in der Mono Filio wie ein Bett auf dem Grund sammelt. Der zweite Aufguss leuchtet kaum mehr und entwickelt sich zu einem matten, sehr seichtem Grünton.

Aufguss Eins ist sehr kräftig und wird vom typischen — so typisch wie dieser Tee nur sein kann — Fischgeschmack der Japaner geprägt. Eine wohlwollende Hand braucht der Tee, denn bei zu hoher Wassertemperatur und zu langer Badezeit bittert er, leider bietet die Ziehzeit, in der er seinen Geschmack entwickelt, nicht genug Toleranz, um verschiedene Geschmacksrichtungen und Geschmacksstärken hervorzubringen. Dieser Tee kennt unterhalb des Optimums fast nur “zu wässrig” und oberhalb “schon bitter” kaum andere Geschmäcker. Je nach Menge entblößt er mehr oder weniger von seinem Aroma, um jedoch eine gute Kanne zu brauen, bedarf es schon einer ungewöhnlich großen Menge der fein gehackten Blätter und Stengel — wie sie den Kukicha zeichnen.

Trotz seiner Gewöhnlichkeit ist er zur Zeit mein Alltagstee, was u. A. an seinem Preis liegt. Er bietet kein besonderes Erlebnis, entgleist aber auch nicht und das schätze ich an ihm — er ist Bodenständig und erschwinglich. Dieser Kukicha ist kein Tee, den man aufmerksam genießen muss, nein, er ist eine Erfrischung mit dem typischen Geschmack, den ich lieb gewonnen hab. Zudem sind selbst große Mengen für den Geldbeutel verträglich, denn — selten gibt es so brauchbare Tees in diesem Preissegment — besonders aus Japan.

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